Elly Bernet-Studer, Magd Carl Hans Schrader-Velgen (Quelle: 'Carl Hans Schrader-Velgen und Wartenberg'; Ausstellungskatalog 1995. Wartenberg 1995, Seite 2)

Carl Hans Schrader-Velgen

geb. am 8. März 1876 in Hannover, gest. am 21. Januar 1945 in Wartenberg, war ein deutscher Impressionist

Die 1892 von jungen Münchner Künstlern gegründete „Sezession“ zog den gebürtigen Niedersachsen Schrader-Velgen bald in die neu aufleuchtende Kunststadt München. Die frische Luft der Freilichtmalerei, die Idee muffige Ateliers zu verlassen und die momentanen Lichtstimmungen unter freiem Himmel einzufangen hatte auch manche Akademieprofessoren erfasst und so schrieb Schrader-Velgen sich in deren Malklassen ein. Auf ständiger Suche nach malerischen Landschaften und bunten Motiven fand der Künstler zunächst die oberbayerischen Seen und dann als fast 50-Jähriger auch Wartenberg mit seinem unberührten Lauf der Strogen, den Hügelketten, weiten Feldern, bunten Blumenwiesen und urigen Bauernhäusern. In vielen Wartenberger Wohnhäusern finden sich farbenfrohe Gemälde Schrader-Velgens. Auch im Rathaus Wartenberg hängen in den Büros Gemälde von ihm.

 

 

Lebenslauf:

08.03.1876   geboren in Hannover
     
1896   Ausstellung der „Münchner Sezession“ in der Prinzregentenstraße hinterlässt tiefen Eindruck
     
um 1895/89   Kunstakademie München (Malklassen Paul Höcker und Ludwig von Herterich)
     
dann   Besuch der privaten Malschule von Anton Azbe (1862-1905)
     
1901-1905   Ateliergemeinschaft mit Malerkollege Max Mayrshofer in der Veterinärstraße
     
1904   Ausstellung von Freilichtakten bei Künstlergruppe „Phalanx“ erregt anerkennendes Aufsehen
     
seit 1905   jährliche Beteiligung im Münchner Glaspalast (bis zum Brand 1931)
       
1911   Beitritt zur „Münchner Sezession“
     
1913   Goldmedaille der Sezession mit Gemälde „Heißer Tag“
     
1918-31   Jurymitglied der Sezession (einige Jahre ausgenommen)
     
1919   Heirat mit Malschülerin Hedwig Olbrich
     
1925   erstmals in Wartenberg mit Wohnung im Loibl-Haus; jährliche „Sommerakademien“ für junge Kunstmaler und Privatpersonen Ernennung zum Professor der Bildenden Künste
     
1933,
1935-36
  Beteiligungen an offiziellen Kunstausstellungen im Deutschen Museum und Neuer Pinakothek
     
1944   Bei Bombenangriff Atelier in München und Großzahl seiner Werke zerstört
     
21.01.1945   Gestorben in Wartenberg und auf dem Friedhof Rocklfing beerdigt

 

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